Tim liest: Flowers for Algernon 1

Ich hatte mir für das neue Jahr vorgenommen (jaja, ich weiß: “BUUUUH! Vorsätze! BUUUUUH!”) öfter mal über Dinge jenseits des Fußballs zu bloggen, was bisher ja sogar nicht geklappt hat. Da nun heute aber der Welttag des Buches ist, ich grundsätzlich gerne (aktuell aber viel zu wenig und selten) lese möchte euch heute ein Buch vorstellen, welches ich immer nenne, wenn man mich nach meinem Lieblingsbuch fragt und das ich so oft wie kein anderes gelesen habe: Flowers for Algernon von Daniel Keyes.

Erstaunlicherweise habe ich dieses Buch zum ersten Mal im Englisch-Unterricht gelesen. Normalerweise ist Schullektüre ja ehr doof, wahrscheinlich hauptsächlich weil man es ja lesen MUSS, doch Flowers for Algernon war anders und hat mich von Anfang an gefesselt, obwohl oder vielleicht gerade weil der Einstieg relativ schwierig ist.

Flowers for Algernon erzählt die Geschichte von Charlie Gordon, einem geistig zurückgeblieben Mann, dessen größter Wunsch es ist so schlau zu sein wie die Leute aus seinem Umfeld. Die Gelegenheit dazu bekommt er, als er gefragt wird ob er Interesse hat an einem Experiment teilzunehmen das seinen IQ steigern soll. Er stimmt zu, unterzieht sich nach ein paar Tests der dafür notwendigen Operation und schreibt jeden Tag über seine Erlebnisse und Lernfortschritte, die schon bald eintreten.

Anfangs sind diese Berichte noch voller Rechtschreibfehler und zeugen von der Naivität Charlies, doch nach und nach “normalisiert” sich der Schreibstil und der Leser erfährt mehr über Charlies Gedankenwelt. Er nimmt seine Umwelt, sowie seine Vergangenheit und Gegenwart anders/bewusster wahr und muss erkennen das nicht jeder der vorgibt sein Freund zu sein nur gutes im Sinn hat/hatte.

Die Kernfrage der Geschichte inwiefern es dem Menschen zusteht in die Natur einzugreifen um vermeintliche Fehler zu korrigieren und welche Folgen dies haben kann ist ein immer noch aktuelles Thema, was Flowers for Algernon für mich zu einem Klassiker macht, den zu lesen es immer noch lohnt. Das Alter (immerhin fast 50 Jahre) merkt man dem Buch nur an wenigen Stellen an und die Zeit in der es entstanden ist ist für die Geschichte sowieso unerheblich.

Flowers for Algernon ist klassische Science-Fiction der 50er/60er Jahre und basiert auf einer Kurzgeschichte von Daniel Keyes, für die er dem Hugo Award ausgezeichnet wurde. Für den Roman erhielt ein paar Jahre später anschließend noch den Nebula Award; beides sind bedeutsame Auszeichnungen dieses Literaturgenres.

Welches Buch habt ihr schon unzählige Male gelesen?
Gibt es eines aus eurer Schulzeit, das euch positiv in Erinnerung geblieben ist?

Kennt ihr Flowers for Algernon (sei es auf deutsch oder englisch) und teilt meine Meinung oder vielleicht auch gar nicht?

Ich freue mich über Kommentare :)

flattr this!

One comment on “Tim liest: Flowers for Algernon

  1. Reply Sascha Apr 24, 2015 21:15

    Durfte in der Schule “die verlorene Ehre der Katharina Blum” lesen .. Ebenfalls absolut empfehlenswert und stets aktuell zur “Macht der Medien”.

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