Ein neuer Joker ist im Anmarsch

Ich lese gerne Comics und mache kein Geheimnis daraus, das ich u.a. Batman-Fan bin. Generell kann ich mit dem DC-Universum mehr anfangen als mit Marvel, obwohl mich die Verfilmungen der Marvel-Helden bisher positiv überrascht haben. Dennoch ist mir der Dunkle Ritter näher als das Vielfraß.

Letzte Woche Freitag, einen Tag nach dem Avengers 2 – Age of Ultron, in den Kinos anlief, wurde der 75. Geburtstag des wohlbekanntesten Batman-Gegenspielers gefeiert – dem Joker.

Im Rahmen dessen twitterte David Ayer, Autor und Regiesseur des kommenden Suicide Squad-Filmes, dessen Dreharbeiten aktuell laufen, ein Foto von Jared Leto, der in eben jenem Film die Rolle des Jokers spielen wird:

Das Bild des explodierenden Internets ist an dieser Stelle sehr überstrapaziert, aber man darf wohl zurecht behaupten, das die Veröffentlichung sehr viele Wellen geschlagen hat. Speziell die Tattoos waren im Mittelpunkt der Diskussionen.

Ich denke das man dieses Bild nicht überbewerten sollte, vor allem wenn man es in den Kontext des Tweets setzt. Die grundsätzliche Optik wird wohl schon stimmen, aber ich würde vermuten das einiger dieser Tattoos nur Deko für den Anlass sind, zumal sie Motive aus bereits veröffentlichten Comics aufgreifen und sehr viel Photoshop im Spiel ist.

Interessant an diesem Bild ist aber, das es bereits die zweite Hommage an The Killing Joke ist, denn auch das erste Bild, von Jared Leto selbst mit der Kamera im Spiegel geschossen (zumindest wirkt es so), erinnerte an das Titelbild von Alan Moores Klassiker. Allerdings kann man hier zumindest eines der Tattoos das von der Brust bis zur Schulter geht bereits erahnen:

Eine Alternative mit Narben anstelle der Tätowierungen hat die Zeitzeugin Guddy in ihrem Beitrag zu dem Thema gepostet. Eine Variante, die ich persönlich vom Ansatz auch interessant finde.

Wie ausführlich oder ob überhaupt sich bei The Killing Joke bedient wird, was die “Geburt” des Jokers angeht, so diese denn im Film eine Rolle spielt, wird sich zeigen. Ideen wie der Joker zum Joker wurde gibt es zumindest reichlich und auch der Ansatz gar nichts, sondern verschiedene von ihm selbst erzählte Geschichten über seinen Hintergrund zu verraten, so wie es Christopher Nolan getan hat, ist legitim (und gefällt mir persönlich sehr gut).

Auf alle Fälle wird viel getan um das Projekt Suicide Squad im Gespräch zu halten. Es steht dabei aber zu befürchten, das sich alle nur auf Jared Letos Rolle stürzen und allein davon die Richtung des Daumens bei der Endbeurteilung des Filmes abhängt. Es wäre schade für die anderen Darsteller.

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