Am Sonnabend gab es kurzfristig unsere zweite Runde Gammaslayers, die quasi nahtlos an unsere erste Session anknüpfte.
Die Einleitung ist wieder ein kleiner Spoiler für zwei Szenarien aus dem Kampagnenband “Der Rostige Pfad Gottes” und kann gerne übersprungen werden, es sei denn jemand möchte meine Idee übernehmen.
Es gab diesmal einen neuen Spieler mit DS-Erfahrung, der sich einen Evo-Streuner gemacht hat; Tyke, unser Mensch-Streuner, lag während des Abenteuers im Mutations-Koma.
Es waren also folgende Charaktere an Start:
Gorm (Hulk-Krieger, Stufe 2)
Paracetamol (Verseuchter-Paramental, Stufe 2)
Thor-12,7 (Evo-Streuner, Stufe 1)
[SPOILER]
Hintergrund: Ich habe mir überlegt das die Bunkerfäule eingeschleppt wurde: ein paar Jungs aus D-312 haben die Tatsache ausgenutzt, das ein Wachmann statt aufzupassen lieber ein Stelldichein mit einer Dorfbewohnerin aus der Nähe gesucht hat, und sind ab und an ausgebüxt, um die Gegend zu erkunden. Dabei sind sie eines Nachts auf ein Feld gestoßen bei dem die Pilze gepflanzt wurden. Einer der sich aufhaltenden Kultisten war zwar erkrankt, aber die Kraft des Pilzes ließ ihn dies ignorieren. Einer der Jungs wurde entdeckt und von dem Kultisten gepackt, konnte sich aber wieder losreißen und fliehen. Dies geschah allerdings nicht ohne das er vorher angehustet und -geniest wurde. Und so nahm das Unglück seinen Lauf …
Das Abenteuer beginnt
Paracetamol (Verseuchter-Paramental) und Gorm (Hulk-Krieger) sprachen in Patina mit dem Anführer der “Plagegeister” und verspreachen ihm der Ursache für den Ausbruch der Bunkefäule auf dem Grund zu gehen. Er verriet ihnen, daß er und seine Gruppe aus “Bunker D-312″ stammten und gab den Charakteren eine Beschreibung wie man dort hin kam. Er berichtete außerdem, daß drei Jungs aus dem Bunker die ersten Erkrankten waren und gab den Ratschlag vielleicht zu erst mit ihnen zu sprechen. Weisner, so der Name des Anführers der Flüchtlinge, versprach ihnen eine Belohnung für das Aufklären der Bunkerfäule, sowie das Überbringen von Medikamenten, damit auch der die Hinterbliebenen geheilt werden könnten.
[/SPOILER]
Die beiden verließen Patina und machten sich auf den Weg. Unterwegs trafen sie auf einen Evo-Streuner, der gerade eine unbequeme Bekanntschaft mit dem Giftstachel eines Riesenskorpions gemacht hatte.
Der Skorpion wurde besiegt und der Evo-Streuner (Thor-12,7) beschloß das es eine gute Idee war immer etwas Kanonenfutter dabei zuhaben, also ließ er sich von den beiden bei deren Aufgabe begleiten.
[SPOILER]
Bunker D-312 wurde schnell erreicht und betreten. Im Inneren war es wie ausgestorben, doch durch Rufen wurde eine der Bewohnerinnen aus den Wohnbereichen auf die Gruppe aufmerksam. Sie erschrak zuerst sehr und fürchtete schlimmstes, doch die Nicht-Menschen konnten ihr glaubhaft versichern, ihr nichts böses zu wollen, sondern im Gegenteil von Weisner geschickt worden zu sein. Sie übergaben die Medikamente und wurden zu dem einzigen noch lebendenden der Jungs gebracht.
Paracetamol schüchterte den Kleinen erfolgreich (Immersieg!) ein, so daß dieser plapperte wie ein Wasserfall.
Eine Übernachtung und frische Mahlzeit später waren die Drei dann wieder unterwegs, in Richtung des von dem Jungen beschriebenen Ortes.
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Der Evo war es, der als erstes den alten Bunkereingang erspähte (Immersieg!). Es wurde sich auf den letzten Metern also mit viel Vorsicht fortbewegt. Die Gruppe beobachtete den Eingang eine Weile und besah sich die kultivierten Felder drumherum, auf denen die seltsame Pilze wuchsen. Sie vermuteten, das diese Drogen seien und teilten sich insgeheim schon die Battens auf, die sie sich vom Gewinn versprachen, wenn sie diese alle verkauft hatten.
Als eine Weile nichts passierte öffneten sie die Bunkertür und ließen Thor-12,7 vor, um einen ersten Eindruck vom Inneren erhaschen zu lassen. Er schlich sich langsam und vorsichtig vorwärts und entdeckte gerade noch rechtzeitig die Falle mit den Splittergranaten.
Es wurde beratschlagt, ob man die Falle entschärfen, versuchen darüber hinwegzusteigen oder aber ein Tier zum Auslösen reinjagen sollte, um dann herauseilende Gegner in Ruhe abballern zu können.
Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Entschärfung. Alle hielten die Luft an und die Ohren zu, doch mit zitternden und schwitzenden Händen gelang es Thor-12,7 die Falle zu entschärfen. Thor-12,7 war es auch, der als erstes das Flüstern des Pilzes vernahm. Doch er verschwieg was ihm widerfahren war.
Als der Generatorenraum erreicht wurde kam es zu einer ersten Schießerei. Die Kultisten hatten sich auf die Lauer gelegt, denn die Gruppe war nicht unentdeckt geblieben. Doch gegen die präzisen Schüsse des Evo und den gewaltigen Hammerschlägen des Hulk hatten die Kultisten keine Chance.
Es blieb allerdings nur wenig Zeit zum Verschnaufen, denn der Kampf war natürlich laut genug gewesen auch die anderen Kultisten und den Anführer auf den Plan zu rufen. Aber auch dieser Kampf war schnell vorbei und endete mit endgültigen Verlusten auf Seiten der Kultisten. Beim Durchsuchen der sterblichen Überreste gelang dem Hulk der Fund des Tages: der Anführer hatte tatsächlich ein Kettenschwert in einem Rückengeschirr!
Der Lärm des Kampfes war verklungen und der Pilz ohne Kultisten ihn zu schützen – sein Flüstern und Wispern drang diesmal zu allen Charakteren vor. Der Wunsch ihm zu Helfen, ihn zu schützen und für seine Verbreitung zu sorgen, wuchs und gedeihte in allen für einen Augenblick, doch konnte wieder abgeschüttelt werden.
Es gelang den Charakteren im Computerraum Zugang zur zentralen Kontrolle des Bunkersystems, sowie eine Übersicht über die Räume zu finden. Als erstes wurden die Geschütze ausgeschaltet und alle Türen geöffnet.
Sie durchsuchten die Nebenräume und freuten sich sehr über jede Menge Battens sowie die Molotow-Cocktails. Als sie den Pilzraum betraten folgte ein weiterer mentaler Angriff des Pilzes. Sie erkannten, das er eine große Gefahr war und beschlossen kurzen Prozeß zu machen: Gorm und Thor-12,7 entzündeten und warfen je einen Molotow-Cocktail strategisch verteilt in den Raum und schlossen die Tür. Diese wurde von Paracetamol am Computer verriegelt und über die Lüftung ordentlich Sauerstoff in den Raum geblasen. Dort wurde es sehr schnell, sehr heiß und eklig-riechender und ungesund aussehender Qualm kroch durch die Türritzen. Der Pilz versuchte es mit einer letzten Attacke, doch nur der Evo vernahm das eindringliche, quälende Kreischen und Wimmern (Halluzination) und ignorierte es bis es plötzlich verstummte.
Die Länge einer Zigarette war die Zeiteinheit, die die Charaktere es brennen ließen, als diese ausgedrückt wurde, wurde die Sprinkleranlage eingechaltet und abgewartet bis die Temperatur im Raum wieder auf ein erträgliches Maß gesunken war. Durch widerwärtige Pampe watend wurde dann der Rest des Bunkers erkundigt und anschließend mit dem letzten Molotow-Cocktail noch die Pilze und Sporen auf dem Feld draußen vernichtet.
Danach ging es zurück nach Patina, die Belohnung abholen.
Fazit: Das Refunghium ist ein spaßíger Vault-2-Go, der den Spielern gefallen hat. Wir haben insgesamt (mit dem ganzen Vorgeplänkel) ca. 5 Stunden gespielt. Die Kultisten habe ich etwas stärker als im Regelwerk vorgesehen gemacht, weil sie mir dort doch arg schwach vorkommen. Dennoch waren sie keine große Herausforderung für meine Spieler. Ich bin hier immer noch etwas am ausprobieren, welcher Gegner ideal ist um sie zu fordern, aber nicht gleich umzubringen.
Noch ein weiteres Szenario und dann werde ich sie auf den Rostigen Pfad Gottes führen :)
