Auswärts bei der Stinkeweser: Derbyniederlage 2

Nach dem Spiel gegen Dortmund fuhr ich guter Dinge an dieses Dorf an der Weser, aus der, so will es das Liedgut, die Bewohner so gerne trinken um ihre übelriechenden Ausdünstungen zu pflegen.

Wir alle wissen, wie das Spiel ausgegangen ist und wie der HSV dabei aufgetreten ist: ideenloser Angsthasenfußball als hätte es das tolle Spiel gegen den BVB nie gegeben. Nun lässt es sich gegen die schwarz-gelben einfacher spielen als gegen ebenfalls tabellarisch unten stehende Weseraner, aber NORDDERBY! Jeder sollte um die Bedeutung dieses Spieles wissen und es wurde vorher sogar von Spielern verkündet, wie sehr sie sich auf diese Begegnung freuen. Zusehen war davon nichts. Von der Weser übrigens auch nicht. In der ersten Halbzeit zwei Mal aufs Tor geschossen, einer davon war drin.

In der zweiten Hälfte waren wir dann etwas besser und spielbestimmender, aber zwingende Torchancen waren Mangelware, so daß wir am Ende verdient verloren. Leider blieb dabei auch noch Rajković auf der Strecke, der bis dahin unser bester Spieler war und sich ohne Fremdverschulden einen Kreuz- und Innenbandriß zugezogen hat.

Ebenfalls verletzt hat sich Milan Badelj, der sich im Spiel die Mittelhand brach, aber wohl mit einer Schiene die nächsten Partien bestreiten wird. Gute Besserung an die beiden!

Vom Ende, zum Anfang, denn zu dem was vor Anpfiff der Begegnung in der Heimkurve passierte müssen auch ein paar Worte geschrieben werden:

Die Armseligkeit der Stinkeweser-Fans, die nichts besseres zu tun haben als mittels einer extrem elaborierten Choreo eine Ultragruppierung des Gegners, sowie eine 10 Jahre alte Choreo derselben zu verhöhnen, die zum Abschied des größten Idols des gegnerischen Vereins veranstaltet wurde (also NULLKUMMANIX mit der Weser oder dem Nordderby zu tun hat) und bei der leider ein Buchstabe nicht richtig gehalten wurde, spricht Bände. Wie Kleingeistig muß man sein sich an so etwas immer noch aufzugeilen? Zu mal es selbst von unserer Seite einen mittlerweile sehr selbstironischen Umgang mit diesem Fehler gibt.

Wenn dann aber eben dieses Idol vor knapp 2 Wochen verstirbt und man nicht den Anstand und die Pietät besitzt dieses eine Element zu ändern oder vielleicht wegzulassen, dann wird die Armseligkeit noch deutlicher.

(Dies würde übrigens genauso hier stehen, wenn das Spiel andersherum ausgegangen wäre. Dann aber wahrscheinlich mit dem Zusatz das die gerechte Strafe dafür erteilt wurde.)

Die Krone ist dann allerdings, wenn sogar der Verein selbst nach dem Spiel das ganze auch nochmal auf Twitter wiederholt, sich somit auch noch zunächst als ganz mieser Gewinner darstellt und dann nicht mal die Genitalien hat zu seinem respektlosen Verhalten zu stehen, sondern den Tweet einfach kommentarlos löscht.

Vorher hatte ihr mein Antipathie, nun verachte ich euch.

Und mir kann KEINER erzählen, das Niemand der Beteiligten nicht gewusst hat, welche billige Provokation da eingebaut wurde. Zahlreiche Stimmen auf Twitter von nicht HSVern und auch Bremsen haben sich dahingehend geäußert, das sie es ebenfalls geschmacklos fanden. An dieser Stelle nochmal Danke für die ausgesprochene Solidarität!

Zurück zu uns: an den nächsten beiden Wochenenden haben wir je ein Heimspiel – zunächst gegen Frankfurt und dann gegen den Glubb. Diese MÜSSEN wir gewinnen, wenn wir nicht den Anschluß an Platz 15 verlieren wollen, denn nur noch um diesen geht es.

Es gilt Kraft zu tanken. Vor allem emotional.

In diesem Sinne

NUR DER HSV!

flattr this!

2 thoughts on “Auswärts bei der Stinkeweser: Derbyniederlage

  1. Reply Tzabo Mrz 3, 2014 17:23

    Vom “sehr selbstironischen Umgang mit diesem Fehler” merkt man hier aber nicht so viel.

  2. Reply rory Mrz 3, 2014 19:17

    “Vorher hatte ihr mein Antipathie, nun verachte ich euch.”

    Oh cool, Sippenhaft für alle.

    “Armseligkeit der Stinkeweser-Fans”

    Hmm, Niveau fordern, aber selbst nicht vorzeigen?

    “also NULLKUMMANIX mit der Weser oder dem Nordderby zu tun hat”

    Und der “Dazke”-Witz hat NULLKOMMANIX mit Hermann Rieger zu tun.

Leave a Reply