Blogparade: Serien – All you need is love

Die Serienparade von Frau Margarethe geht in die nächste Runde und nur zu gerne bin ich bereit wieder mein Kleingeld in den Senftopf zu werfen. Diesmal möchte sie gerne etwas über die Liebe in Serien lesen; das Thema lautet: All you need is love.

Abermals gibt es eine handvoll Fragen, die sie dazu mit auf den Weg gibt:

Welche sind deine liebsten Liebespärchen im Film? Welche Liebesgeschichte findest du besonders romantisch? Oder auch: In welchen Seriencharakter bist du (heimlich?) verliebt? Vielleicht aber auch: Welche Serienpärchen nerven dich besonders? Braucht eine gute Serie auch eine tolle Liebesgeschichte oder meidest du Romantik eher?

Anfangen möchte ich mit einem Geständnis: ich mag RomComs. Sie müssen aber gut sein, was leider bei den meisten nicht der Fall ist. Aber zum Beispiel Harry & Sally oder IQ (den viel mehr Leute kennen sollten, vor allem Walter Matthau als Albert EInstein ist ein Hochgenuß) sind wirklich tolle Film die mein Herz erweichen.

Ich habe auch nichts gegen Liebespärchen und -geschichten in Serien, doch kranken sie leider an den gleichen Problemen wie viele Filme: sie sind unglaublich schlecht geschrieben und tropfen vor Groschenromankitsch, das es einem schlecht wird. Also mir zumindest. Entweder läuft es (bevorzugt in Comedy-Serien) immer auf die gleichen Irrungen und Wirrungen hinaus oder (in Drama-Serien) dienen sie als Aufhänger dafür das einer der beiden (meistens die Frau) entführt oder anderweitig bedroht wird.

Mich ödet das mich wahnsinnig an.

Ein wenig aus der Rolle fällt da New Girl, welches eigentlich das komplette Potential hat alles falsch zu machen, doch anstatt über mehrere Staffeln ein Ja, Nein, Doch, Vielleicht, Ach nee doch nicht zu machen kriegen sich Jess und Nick erstaunlich früh und müssen dann damit zurecht kommen ein Paar zu sein. An dieser Stelle ein weiteres Geständnis: ich habe bisher nur bis zu Folge 3×10 geguckt und weiß nicht ob das so bleibt. Aber bis dahin macht New Girl meines Erachtens vieles richtig.

Und dann muss ich erstmal streng nachdenken.

Liebesgeschichten/-pärchen sind mir nämlich überhaupt nicht wichtig wenn es um Serien geht. Im Grunde genommen sind sie nämlich aus den bereits oben erwähnten Gründen unfassbar langweilig. Vielleicht ist das eine sehr männliche Sicht? Keine Ahnung.

Man könnte hier zum wiederholten Male auf Buffy verweisen, das verschiedene Pärchen und Liebesbeziehungen (Buffy/Angel, Willow/Oz, Willow/Tara, Anya/Xander, Drusilla/Spike oder Jenny Calendar/Giles) hat, aber Buffy ständig (wenn auch zurecht) zu Lobhudeln ist auch langweilig.

Erwähnenswert ist Six Feet Under, wo sehr einfühlsam und mit sehr viel Selbstverständlichkeit, ohne in schlimme Stereotype zu verfallen, eine schwule Beziehung dargestellt wird (bitte nichts spoilern, auch hier muss ich endlich mal Staffel 4 und 5 schauen; so toll Six Feet Under auch ist, ich muss dafür in einer besonderen Stimmung sein). Die vernünftige Darstellung von homosexuellen Pärchen (zumindest in US-Serien) ist anscheinen immer noch wahnsinnig schwer, obwohl Six Feet Under da vor mittlerweile 14 Jahren (!) durchaus Maßstäbe gesetzt hat.

Ansonsten fällt mir nur noch Doctor Who ein, wo man es geschafft hat mit Amy und Rory ein funktionierendes Pärchen als Companion einzusetzen. Auch wenn dort mit Sicherheit nicht immer alles rund war und gerade Doctor Who alles andere als frei von Kitsch ist, so hat hier doch einiges gestimmt.

Man merkt es vielleicht, ich tue mich schwer mit diesem Thema. Wie eingangs erwähnt ist mir Romantik nicht fremd, ich habe mit Sicherheit auch schon mal ein wenig jubiliert, geschluchzt oder erleichtert aufgeatmet, wenn zwei Charaktere endlich einander oder ihre Beziehung auf die eine oder andere Art ein Ende gefunden hat. Ich möchte aber vordergründig und primär gute Geschichten erzählt bekommen, da ist Liebe zweitrangig.

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