World War Z gehörte zu den Filmen des #Horrorctober denen ich im Vorwege mit gemischten Gefühlen entgegen gesehen habe. Und das, so weiß ich jetzt, vollkommen zu recht. Wenn man sich ein wenig die Produktionsgeschichte zu diesem Film anguckt, dann sieht man auch sehr gut, warum der Film am Ende an so vielen Fronten versagt: es ist die alte Geschichte von den vielen Köchen und dem Brei.
Wenn man alles glauben kann was man so liest, dann hätte es ein wirklich guter Film werden können. Denn das erste Drehbuch von J. Michael Straczynski soll sich sehr dicht an der literarischen Vorlage, die ich damals mit Begeisterung sehr schnell durchgelesen hatte, orientiert haben, doch im tatsächlichen Endprodukt erkennt man sie nicht wieder.
Tatsächlich kann ich mich spontan nicht daran erinnern jemals einen langweiligeren Zombiefilm als World War Z gesehen zu haben. Einigermaßen interessant ist der Anfang, als unsere Protagonisten die Verbreitung der Seuche live miterleben, aber genauso wie in späteren Actionsequenzen wird die Szenerie sehr schnell unübersichtlich. Es ist sehr typisch für viele gegenwärtige Filme, das Filmemacher zu glauben scheinen, das man Spannung durch schnelle Schnitte und Wackelkamera erzeugt. Ich empfinde das als schlechten Stil und schwaches Filme machen, das nur in einer Point of View-Aufnahme Berechtigung hat.
Alles an diesem Film wirkt wie nach Schema F abgehandelt, bis hin zum langweiligen Finale und dem Epilog, über dessen Bilder mit egaler Stimme eine mögliche Fortsetzung angedeutet wird. Die 2 Sunden, die ich mit dem Anschauen dieses Machwerks verbracht habe, hätte ich lieber in was sinnvolles, z.B. Löcher in die Wand starren, verbracht.
Ich habe nicht ein mal Lust mich intensiver mit dem Film auseinanderzusetzen: es hat sogar eine Woche gedauert bis ich diesen Eintrag geschrieben habe!
Von hiear an kann es eigentlich nur bergauf gehen.
