Es begann sonntag abend als der gute Marco über die Lieder seiner Jugend twitterte und darüber sinnierte, wie super die doch waren, bzw immer noch sind.
Ich glaube ich mache mal ein „Damals als 16 war“ Mixtape und stelle das Ergebnis auf meinem Blog oder hier vor.
— Marco Jansen (@lifeofmarco) 9. August 2015
Ich dachte dann kurz darüber nach, was für Musik ich so im Jahre 1990, als ich 16 wurde, gehört habe und musste ein wenig Schmunzeln. Erst sagte ich und dann nach und nach andere aus unserer Timeline zu ebenfalls eine Liste zu erstellen, also beschlossen wir kurzerhand aus dem Thema eine kleine Blogparade zu machen.
Die Regel ist simpel: wie hätte ein von Dir für Dich erstelltes Mixtape ausgesehen, als Du 16 Jahre alt warst?
Hier folgt nun für 2×45 Minuten (Mixtape halt) eine Zeitreise in meine Jugend. Ich kann euch versprechen: es wird nur teilweise schön.
So oder so ähnlich hätte das Mixtape in meinem Walkman geklungen:*
Seite A (Die Pop/Charts-Seite)
Pump ab das Bier – Werner Wichtig 3:39
Beinhart – Torfrock 4:22
Listen To Your Heart – Roxette 5:28
Hier kommt Kurt – Frank Zander 4:10
Enjoy The Silence – - Depeche Mode 6:02
Black Velvet – Alannah Myles 4:47
We Didn’t Start the Fire – Billy Joel 4:49
Suicide Blonde – INXS 3:53
Deine Liebe klebt – Herbert Grönemeyer 4:21
Azzurro – Die Toten Hosen 2:32
Laufzeit: 44:02 min
Seite B (Die Hardrock/Metal-Seite)
Poison – Alice Cooper 4:28
Paradise City – Guns’n'Roses 6:46
Epic – Faith No More 4:54
18 and Life – Skid Row 3:51
One – Metallica 7:27
Pour Some Sugar on Me – Def Leppard 4:25
Bad Medicine – Bon Jovi 5:16
Love in an Elevator – Aerosmith 5:39
Surprise! You’re Dead! – Faith No More 2:27**
Laufzeit: 44:53 min
* Die Reihenfolge ist willkürlich, so viel Gedanken wollte ich mir dann doch nicht machen.
** Eigentlich gehören keinen Doppelungen auf ein Mixtape, doch waren nur noch knapp 2:30 Minuten über, da wird die Auswahl schwierig. Und diese Nummer von FNM gehörte von Anfang zu meinen Lieblingsstücken vom Real Thing-Album; sowieso sind mir Faith No More sakrosankt, so fuck you and your fucking rules (they are more like guide lines anyway).
Man merkt das mein Musikgeschmack erst noch im entstehen war, aber die B-Seite zeigt dann welchen Weg ich einschlagen sollte: in den frühen 90ern hörte ich fast ausschließlich Metal (Headbanger’s Ballroom sei Dank) und Punkrock; typische Chartmusik fand fast gar nicht mehr statt.
Vieles davon hatte ich tatsächlich entweder als (Vinyl-)Single oder Album vorliegen oder hatte es mir aus der Bücherhalle ausgeliehen um es dann auf Kassette überspielen zu können.
Wie hätte euer Mixtape mit 16 ausgesehen? Postet die Antwort entweder in eurem eigenen Blog oder den Kommentaren!
Weitere Beiträge gibt es im Blog des werten Spielbeobachter und im Luschenelf-Blog des Surfin Bird. Auch Florian, der unter Trotzendorff bloggt hat mitgemacht.
Die Liste der Teilnehmer wächst allmählich: Sammy ist jetzt dabei und auch Tanja hat mitgemacht. dierudola hat ebenfalls ein imaginäres Mixtape erstellt.
Weitere Mixtapes wurden vom Stadtneurotikr in seinem Blog, dem El Loko bei sich und dem Doktor_D beim Stefan in den Kommentaren erstellt und auch der Curi0us war fleißig.
BandSilbensalat hat ihr Mixtape veröffentlicht, genauso wie Steffen von hb-people und auch Rosaswelt in ihrem Blog.
*UPDATE 13.08.2015*
Es gibt neue Mixtapes! Von JanBlurr in seinem Blog, von der Teilzeitborussin in ihrem extra für das Mixtape eingerichteten Blog und von 8000 München 40 exklusiv auf Twitter. Ebenfalls exklusiv auf Twitter das Mixtape von Stefan, der Brandy hat sein Mixtape im eigenen Blog veröffentlicht. Der SvenGZ hat sein Mixtape in meinen Kommentaren verewigt, genauso wie Sascha, dessen Mixtape ich bisher vergessen habe zu erwähnen. Mea Culpa.
Reingucken lohnt sich!
PS: Einige von euch haben mittlerweile eine Spotify-Playlist ihres Mixtapes erstellt. Da ich die Idee super finde, habe ich dies ebenfalls getan. Zu unser alle Glück (ähm), sind aber nicht alle Lieder meines Mixtapes bei Spotify erhältlich, so das die Liste nur 16 von 19 Songs umfasst. Dies ist übrigens Volume 1, da ich einige Lieder schweren Herzens nicht aufnehmen konnte, wird es beizeiten ein Vol.2. geben. Eure Angst ist berechtigt. ;)

Ich stelle bei der Kompilierung meines Mixtapes fest, dass ich auch in einer Übergangsphase war, hat das dieses Alter vielleicht so an sich? Würdest du sagen, dass du deine A-Seite heute unerträglich findest oder blickst du altersmilde auf sie zurück? Ich habe meine musikalischen “Jugendsünden” zwischenzeitlich gehasst, aber das Eine oder Andere hat sich auch zum Evergreen für mich entwickelt.
Ich schäme mich nicht dafür, jeder ist ein Kind seiner Zeit, da sind Lieder die man im nachhinein furchtbar sind quasi zwangsläufig. Und es sind definitiv Lieder dabei, die ich heute noch gut finde.
Alannah Myles war übrigens mein zweites Konzert und die Frau hat ohne Ende gerockt!
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1988 war ein tolles Jahr: Da hatten die Kassetten noch eine Länge von 46 Minuten pro Seite. :-) Daher hätte mein Tape so ausgesehen:
Seite A (Die Pop/Charts-Seite)
The Twist (Fat Boys, 4:08)
Tell it to my Heart (Taylor Dayne, 3:41)
The Race (Yello, 3:22)
Push it (Salt’n’Pepa, 4:30)
Sign your Name (Terence Trent D’Arby, 4:37)
Blueprint (Rainbirds, 3:53)
Ship of Fools (Erasure, 4:01)
My Baby just cares for me (Nina Simone, 3:20)
Keine Angst… (Stephan Remmler, 2:57)
Father Figure (George Michael, 5:40)
Alphabet Street (Prince, 5:38)
Seite B (Die Hardrock/Metal-Seite):
Bad Medicine (Bon Jovi, 5:16)
Mother (Danzig, 3:24)
Mama Kin (Guns’n’Roses, 3:57)
Flower (Soundgarden, 3:25)
Chinese Arithmetic (Faith No More, 4:36)
Angel (Aerosmith, 5:08)
And Justice for all (Metallica, 9:44)
Proud to be loud (Pantera, 4:02)
Wreckage (Rollins Band, 5:33)
Tolle Liste. Auf der A-Seite sind viele Lieder bei die ich auch gehört habe und toll fand. 1988 fand ich so gerade an mich für härtere Musik zu interessieren.
Das muss bei mir auch ungefähr der Anfang gewesen sein. Später kam noch sowas wie Sepultura dazu, oder Type O’ Negative. Großartige Zeit, an die ich mich dank Marco und Dir zurückerinnert habe.
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One konnte ich nicht mit aufnehmen. Justice habe ich erst 1990 gekauft. Und für Skid Row einen Haufen liebe.
18 und life war schon eine klasse Nummer, aber das Slave to the Grind-Album 2 Jahre später war der absolute Wahnsinn.
Tatsächlich war One das erste Metallica-Lied das ich gehört habe. Das Video lief auf MTV. Mich hatten die Filmaufnahmen im Video fasziniert und dann lief eines Tages “Johnny zieht in den Krieg” im Fernsehen und ich war begeistert. Die Wiederholung habe ich mich dann aufgezeichnet und alle gezwungen sich den Film anzugucken. Donald Sutherland als Jesus! Und düster und bedrückend ist er, das Lied fasst ihn einfach perfekt zusammen.
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Die Liste gefällt mir, fühl mich mit meinem damaligem Geschmack gar nicht mehr allein. Und das 1988 Mixtape nehme ich auch.
Danke fürs viele Ohrwürmer aufwecken!
Kannst Du gern, Rosa — drei Lieder habe ich bei Spotify allerdings nicht gefunden (Prince, Pantera, Rollins Band). :-(
https://open.spotify.com/user/1187858388/playlist/6e1Xl9z7ep1Fre2sYa4BsM
Musik hat in meinem Leben eigentlich nie die übergeordnete Rolle gespielt und ich war nie der große Fan einer Band. Dem entsprechen breit gefächert war und ist mein Musikgeschmack und meine Playlist mag etwas konfus daher kommen, doch ich könnte das Ding wohl noch heute so durchhören…
Also, wir schreiben das 1980, die Olympischen Spiele in Moskau wurden von der westlichen Welt auf Grund des russischen Einmarsches in Afghanistan boykottiert, Ronald Reagan wird US Präsident und Sven, der im September 16 werden sollte nimmt sein letztes Schuljahr in Angriff.
Seite 1:
Rainbow – Man on the silver mountain (4:42)
Ram Jam – Black Betty (3:56)
Alex Harvey – Swampsnake (4:53)
Alan Parsons Project – The system of Doctor Tarr and Professor Fether (4:20)
Frank Zappa – Bobby Brown (2:49)
The Police – Message in a bottle (4:05)
Led Zeppelin – Rock and Roll (3:41)
ACDC – Let there be Rock (6:05)
Supertramp – Logical Song (4:05)
Deep Purple – Woman from Tokyo (5:56)
Seite 2
Iggy Pop – The Passenger (4:42)
Peter Frampton – Show me the way (4:30)
Marius Müller Westernhagen – Dicke (4:01)
Fischer Z – Going deaf foe a living (3:33)
Saxon – Wheels of steel (5:55)
America – A horse with no name (4:13)
Tim Curry – Sweet transvestite (4:04)
Madness – One step beyond (2:24)
David Bowie – Ashes to Ashes (4:24)
Queen – Don`t stop me now (3:37)
Pink Floyd – Money (6:33)
Auch ein schönes Mixtape, das ich gar nicht mal so konfus, sondern sehr repräsentativ für die Zeit finde und das einen klaren Hang zur Rockmusik hat. Würde ich so hören und genießen.
… und ich könnte zu (fast) jedem Song noch einen Dreizeiler schreiben, aber das mache ich vielleicht mal in meinem Blog ;-)
Ich hatte anfangs überlegt, ob ich was zu den Songs schreiben soll, mich dann aber dagegen entschieden. Jetzt ist es nicht mehr so wichtig.
Pingback: Mixtape mit 16 | Teilzeitblog der Teilzeitborussin
Pingback: #MixTapemit16 oder was ich 1992 für Musik hörte.
In Ermangelung eines Blogs, aber weil ich es eine tolle Idee finde hier nun auch mein #MixTapemit16. 16 ist da ein perfektes Alter bei mir, da es sich dabei eigentlich um genau das Jahr handelt in dem sich mein Musikgeschmack sehr stark verändert hat und meinem heutigen ähnlicher geworden ist.
Aus diesem Grund hat mein Tape auch zwei sehr unterschiedliche Seiten.
Seite A mit Liedern, die ich heute auch noch sehr, sehr gerne höre und (fast) alle im Rockbereich anzusiedeln sind. Bis heute sind noch viel, viel mehr Rockbands dazugekommen, die ich gerne höre und deren Konzerte ich besuche-
Seite B beschreibt sehr gut meine musikalische Entwicklung. Bis ca. 2000 war Techno genau mein Ding und auch heute höre ich in seltenen Momenten immer noch mal rein. Gerade allein im Auto ists immer wieder mal gerne genommen. Nicht umsonst hieß mein alter Polo in der Abizeitung die keine, grüne Technobox…
Seite A
Terrorgruppe – Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland (3:05)
Rammstein – Adios (4:30)
Die Ärzte – Rebell (4:22)
Wheatus – Teenage Dirtback (4:06)
Guano Apes – Lords of the Boards (3:47)
Die toten Hosen – Helden und Diebe (6:05)
Blur – Song2 (2:00)
Wizo – Quadrat im Kreis (3:27)
Seeed – Dickes B (3:59)
Witt/Heppner – Die Flut (5:42)
Papa Roach – Last Resort (3:34)
(44:31)
Seite B
U96 – Das Boot (3:13)
Scooter – Fuck the Millenium (4:11)
Mario Lopez – Blind (2:49)
Darude – Sandstorm (3:43)
Members of Mayday – Sonic Empire (4:03)
Safri Duo – Played-a-live (3:08)
Gigi D’Agostino – Bla Bla Bla (3:12)
Zombie Nation – Kernkraft 400 (3:33)
Dr. Motte & Westbam – Let the sunshine in your heart (3:53)
Mauro Picotto – Komodo (3:25)
RMB – Spring (3:13)
Chalie Lownoise & Mental Theo – Wonderful Days (3:52)
(42:26)
Ich spendiere mir selbst ein L im letzten Satz der Einleitung “kleine, grüne Technobox” natürlich.
Und ja es heißt natürlich auch Charlie.