Mit dem in der regulären Spielzeit denkbar knappsten Ergebnis den Klassenerhalt gesichert. Weder gewonnen, noch verloren. So ist der HSV im Jahre 2014. Es ist müßig darüber zustreiten, ob es verdient oder unverdient ist; denn WIR SIND IMMER NOCH DA und das ist alles was zählt.
Es ist mittlerweile Dienstag und ich bin nervlich und körperlich immer noch am Ende. Natürlich freue ich mich, das es endlich (ENDLICH) vorbei ist, doch es ist mehr Erleichterung als alles andere.
Nach mal wieder viel zu wenig Schlaf bin ich sonntag früh um 4.30 Uhr aufgestanden, um mich auf die lange Auswärtsfahrt vorzubereiten. Um 6 Uhr fuhr der Bus ab ZOB und auch wenn ich normalerweise sehr schnell am Hauptbahnhof bin, so ist das eine denkbar doofe Zeit, da die Busse zur S-Bahn so blöd fahren. Also fuhr ich mit dem Stadtrad über den Deich zum S-Bahnhof. Es war ein wunderschöner Morgen mit einem wunderbaren Sonnenaufgang über der Stadt, den ich sah. Er hatte genau die beruhigende Wirkung, die ich benötigte; die große Nervösität setzte erst viel später ein.
Die acht Stunden im Bus gingen dann erstaunlich fix rum, was auch an meiner Begleitung lag, mit der man hemmungslos rumalbern konnte. An dieser Stelle einfach noch mal ein fettes DANKE an Kai, Maik und Tanja, ihr habt das Unerträgliche aushaltbar gemacht.
Als wir am Zielort ankamen haben wir das Stadion nur anhand der Flutlichtmasten erkannt, denn von Außen ist es leider kaum von einer Lagerhalle zu unterscheiden. Es muß ja nicht immer Hightech-Arena sein, aber schön geht anders. Von Innen wiederum hat es mir schon gefallen. Es ist herrlich oldschool, mit auf Gerüsten gebauten Tribünen. Diese wackelte zwar bisweilen ganz ordentlich, aber unsicher habe ich mich nicht gefühlt.
Gegner und Spiel hatten wir dann bis zum Gegentreffer im Griff, doch mit dem 1:1 trat dann das zu erwartende Zittern ein. Doch Drobny hielt danach einfach alles was zu halten war und wurde damit neben Lasogga zum Matchwinner. Es tut gut zu wissen, jemanden wie ihn auf der Bank zu haben, der nie aufmuckt und einfach Leistung bringt wenn er gefragt ist. Danke, Drobo!
Als dann der Schlußpfiff ertönte gab es kein Halten mehr. Auf den Rängen, als auch auf dem Platz. Man kann vieles an dem Team in dieser Saison kritisieren, aber nicht, das es innerhalb der Mannschaft nicht stimmt. Es waren viele der verletzten Spieler vor Ort und haben mitgejubelt. Selbst der wunderbare, großartige David Jarolim (SCHALALALALALAA!) war aus Tschechien angereist um das Team zu unterstützen und die Daumen zu drücken. Danke, Jaro!
Mein persönliches Bild des Tages war, als Maxi Beister sich mit nacktem Oberkörper auf seine Mannschaftskollegen stürzte, um mit ihnen zu jubeln. Etwas später, als das Team schon wieder in der Kabine war, kam er sogar noch mal raus und liefhumpelte über den Rasen, um sich mit Fans zu unterhalten.
Danke und ganz viel Respekt auch an die Fürther, die auch von uns im Block mit viel Applaus verabschiedet wurden und für die diese Spiele genauso eine Qual waren. Vor dem Anpfiff haben sie im Block ein großes Banner entrollt, dessen Aussage ich mich nur anschließen kann:
Entweder ein Team steigt sportlich auf, bzw ab oder aber nicht. Relegation ist unmenschlich. Obendrein kommt noch das Sicherheitsrisiko und die kurzfristige Organisation der betroffenen Vereine. Das ist unzumutbar. Drama, wie es z.B. auch gestern in Bielefeld zusehen war ist nicht lustig, sondern reine Sensationsgier für Unbetroffene.
Jetzt ist Sommerpause.
In diesem Sinne,
NUR DER HSV!

Tja, du und auch die Fürther haben recht: Relegationsspiele sind echt unötig. Für Greuther Fürth ist nun die Arbeit einer ganzen Saison weg, nur weil sie die Relegation nicht überstanden haben und dort haben sie noch nicht einmal verloren.
Natürlich freuen wir HSV Fans uns, es über diesen Weg geschafft zu haben, doch der DFB muss diese Spiele einfach abschaffen. Manchmal verstehe ich die Leute dort nicht. Gerade bei solchen Spielen kann es zu Eskalationen zwischen Fans kommen.