nurderTim » Schalke 04 https://nurdertim.de Fri, 01 Nov 2013 09:20:40 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v= Auswärts in/auf/um/unter/drüber Schalke: Mitreißendes Unentschieden https://nurdertim.de/?p=856 https://nurdertim.de/?p=856#comments Mon, 12 Aug 2013 15:45:59 +0000 der_tim https://nurdertim.de/?p=856 read more]]> Kinder vor und an Weihnachten wirken wie auf Ritalin, so aufgeregt und hibbelig war ich vor unserem Eröffnungspiel gegen Schalke. Was ich dort dann allerdings zu sehen bekam, war, im Gegensatz zu manchem Weihnachtsgeschenk, alles andere als enttäuschend, sondern ganz großes Auswärtskino und ein ganz starker Einstieg in die neue Saison!

Doch fangen wir vorne an:

Die Hinfahrt

Bevor es kurz nach 11 Uhr am sonntag vormittag losging wurde noch mal diversen Bielefeldern viel Erfolg beim Stadtteilverein gewünscht. So stiegen wir dann mit dem guten Gefühl das Hamburg auch ohne uns schwarz-weiß-blau (ARMINIA UND DER HSV!) ist in unsere Autos und fuhren in den Westen. Die Fahrt verlief grundsätzlich ohne größere Zwischenfälle, wenn man von einem kurzen Intermezzo bei der Stinkeweser absah, wo wir dank einer kleinen Stauung unnötigerweise länger verweilen mussten, als uns lieb war.

Vor Ort

Nach etwas mehr als 4 Stunden Fahrt kamen wir beim Stadion an und parkten natürlich im C-Bereich.
Einen kleinen Fußmarsch und etwas Eingangspetting später waren wir dann im Inneren und fühlten uns gar nicht so, als wären wir in einem Fußballstadion. Folgerichtig nannten wir dann den Ort des Geschehens für den Rest des Tages auch nur noch “die Turnhalle”.

Bevor wir den Innenraum betraten gab es die obligatorische Stadionwurst und ein Bier dazu. Leider muß man hier auch im Gästebereich mit Plastik, der Knappenkarte, bezahlen. Ich nenne dies nach wie vor Nötigung, aber wat dat mut und wir waren hungrig und durstig. Die Bratwurst war sehr gut und das Bier Veltins. Letzteres ist nicht meins, gibt aber auch schlimmeres. Die Preise waren mit 2.50€ für das Grillgut, sowie 3.60€ für das Gezapfte okay.

Im Stadion

Der Gästebereich war zwar sehr geräumig und hatte schöne breite Stufen, wirkte aber insgesamt irgendwie klein. Des weiteren sorgte die Hallenform dafür, daß keine frische Luft reinkam und es ab der zweiten Halbzeit sehr stickig wurde. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es noch vor einer Woche gewesen wäre.

Sehr unschön fand ich, daß an dem Anzeigewürfel keine Stadionuhr ist. Dafür hatte er wiederum auf unserer Seite einen kleinen Anzeigefehler: ein schwarzes und ein gelbes Quadrat, ein Schelm wer Böses dabei denkt, hihi. Ebenfalls sehr unfein und etwas unsportlich fand ich die Tatsache, daß die Torschützen der Gäste nicht durchgesagt und/oder angezeigt wurden (falls doch, war es so leise, das man es nicht gehört hat). Dafür musste nach jedem Treffer der Gastgeber unbedingt noch der Vorlagengeber mit angesagt werden; ziemlich affig.

Als wie üblich zu erst Adler und kurz darauf Drobny zum warm machen aufliefen wurden beide mit reichlich Sprechchören gefeiert. Später, bevor es wieder in die Kabine ging, kam dann die gesamte Mannschaft zu uns in die Kurve und das neue Einklatschritual wurde zelebriert. Ich finde es nach wie vor eine klasse Aktion, die viel Spaß macht und Fans und Team verbindet und Nähe demonstriert. Mittlerweile klappte es auch schon ganz gut, in Jena war das noch etwas holprig und asynchron.

Beim Einlauf der Spieler gab es eine tolle kleine Choreo von uns, die mir sehr gefällt:

Das Spiel

Dann begann das Spiel. Mit einem Paukenschlag. Es waren gerade mal knapp anderthalb Minuten gespielt, als Draxler einen schönen Pass auf Huntelaar spielte und dieser zum 1:0 traf. Kurzes Entsetzen setzte im Gästeblock ein und die üblichen “Verdammt, das gibt eine miese Packung!” Gedanken waren in vielen Gesichtern zu sehen. Wir schüttelten diese aber schnell ab, 88 Minuten sind eine menge Zeit, den Rückstand wieder gut zu machen,und feuerten unbeirrt unseren HSV an.

Was folgte, war eine saustarke erste Halbzeit, die wir klar dominiert haben. Das System von Fink ohne echten Stürmer, dafür mit einem rotierenden Mittelfeld zu spielen ging voll auf. Wir spielten variabel, mit gutem Pressing und stellten die Schalker immer wieder vor Probleme. So dauerte es nur knapp 10 Minuten nach dem ersten Treffer der Partie, als eine Flanke von Jansen Matip an dem Arm sprang und Schiedsrichter Gräfe auf den Punkt zeigte.

(Ganz ehrlich, auch wenn es für uns war: ich bin diese Art von Handelfmeter leid. Es muß hier eine klare Regelung her. Ich finde nicht unbedingt, das dies eine sogenannte “unnatürliche Handbewegung” war.)

Unser Kapitän, vdV, legte sich den Ball zurecht und verwandelte sicher zum 1:1. Dieser schnelle Ausgleich war durchaus verdient und sorgte für mehr Selbstvertrauen. Es dauerte nur 12 Minuten bis der Ball abermals im Schalker Gehäuse lag: eine wunderbare Spieleröffnung von Heiko Westermann, der einen langen Ball nach vorne auf Dennis Diekmeier schlug, der kurz darauf wieder mal bewies, warum er letzte Saison Europas Flankengeber Nummer Eins war: wie einst Manni Kaltz flankte er in den Sechzehner, wo Maxi Beister, in feinster Horst Hrubesch-manier, gefühlte 10 Sekunden in der Luft stand und dann den Ball an die Unterkante der Latte wuchtete, von wo der Ball kurz vor die Linie prallte, dann aber von dem ins Leere gesprungenem Hildebrand an den Arm schlug und so seinen Weg ins Tor fand. Sehr unglücklich für Schalke, aber das war uns egal – die Kurve explodierte, wir führten 2:1. Laut Bundesliga.de, war dies übrigens die einzige Flanke, die Diekmeier geschlagen hat.

Anschließend spielten wir gut weiter und hatten dann das Pech, das es eine Minute Nachspielzeit gab und die Knappen in dieser noch eine Ecke ausführen durften. Sie wurde kurz ausgeführt, Flanke in den Strafraum und wie so oft in der letzten Saison kam der Ball zu Huntelaar , der zum zweiten Mal in diesem Spiel ein Tor erzielte. Es ging also mit einem für die Schalker schmeichelhaften 2:2 in die Kabine.

Waren es noch die Schalker, die für das erste Tor in den ersten 45 Minuten verantwortlich gezeigt haben, so waren es in der zweiten Hälfte wir: Ecke in der 49.Spielminute, Sobiech steigt am höchsten und köpft den Ball aus kürzester Distanz in den Winkel. Zum zweiten Mal in diesem Spiel gingen wir Führung, es wurden aber noch lange 40 Minuten gespielt.

Im Verlauf des restlichen Spiels hatten wir dann kaum noch Chancen, die Schalker dafür um so mehr. Eine unglückliche Situation von Adler, der kurz vorher noch Weltklasse gegen Szalai gehalten hatte, sorgte schließlich für den erneuten Ausgleich: einen Schuß von Clemens kann Adler nicht festhalten und der Ball fällt genau vor die Füße Szalais, der schnell reagiert und die Kugel in die Maschen spitzelt. Danach passiert nicht mehr allzu viel und nach 3 Minuten Nachspielzeit pfiff Gräfe ab.

Viel Applaus und besondere Sprechchöre für Rene Adler, der sich sicherlich von allen am meisten über seinen Lapsus ärgert, gab es schließlich für die Mannschaft, als sie in die Kurve kam, um sich bei den Fans zu bedanken.

Bewertung

Das Unentschieden geht voll und ganz in Ordnung. Wir haben uns sehr gut verkauft und insbesondere in der ersten Hälfte richtig guten Fußball gespielt. Das Spiel machte sehr viel Lust auf mehr und ich freue mich auf das erste Heimspiel gegen Hoppelheim, wo wir hoffentlich unseren ersten Dreier einholen werden. Der Support war klasse, was meine Barry White-Gedächtnisstimme beweist.

Sehr gut gefallen haben mir Sobiech und Çalhanoğlu, der viele Standards treten durfte. Es fiel außerdem auf, das sich vdV, soweit ich das gesehen habe, nicht ein einziges Mal selber den Ball holen musste und dadurch viel offensiver spielen konnte; auch er hat ein gutes Spiel gemacht.

Eine Kritik muß er sich aber gefallen lassen: seine Gelbe Karte in der vierten Spielminute war mit Ansage und überflüssig. Er hat lange geschimpft, weil er einen Freistoß statt eines Einwurfes haben wollte und hat dann, nach dem Gräfe ihn mehrmals ermahnt hatte, den Ball etwas trotzig und zu stark zu Diekmeier, der am Seitenaus für den Einwurf bereit stand, zugespielt. Dies hat Gräfe dann durchaus zurecht mit dem gelben Karton geahndet.

Ansonsten schließe mich Jörn Wolfs Meinung an, der nach dem Spiel das folgende twitterte (und damit eine großartige Selbstironie bewieß):

Wenn wir die nächsten 33 Ligaspiele genauso weitermachen und die kleinen Fehler (Standards, Leute!!!) abschalten, werden wir diese Saison sehr viel Freude am HSV haben.

Unangenehm fiel mir eigentlich nur Herr Gräfe auf, der eine klare Linie pfiff: alles was er Schalke durchgehen ließ, wurde bei uns abgepfiffen, so zumindest unser subjektiver Eindruck. Auf alle Fälle finde ich es schon merkwürdig, das es Freistoß gegen uns gibt, wenn Sobiech auf dem Boden liegt und den Platz wegen einer blutenden Wunde im Gesicht verlassen muß, um sich außerhalb des Spielfeldes behandeln zu lassen.

Auf Twitter wurde seine Leistung in meiner TL durchaus als solide empfunden, aber der eine oder andere Nörgler, der mir zustimmte, war auch dabei. In der Kurve ist es halt schwer seine Vereinsbrille abzunehmen.

Die Rückfahrt

Auf der Rückfahrt gab es dann beim Tanken noch einen kleinen Notfall:

In diesem Sinne: NUR DER HSV!

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Tims Top5 – Folge 2: Unterfussballt/unterhsvt https://nurdertim.de/?p=776 https://nurdertim.de/?p=776#comments Sat, 06 Jul 2013 10:12:46 +0000 der_tim https://nurdertim.de/?p=776 read more]]> Die Sommerpause hat mittlerweile ihr Bergfest hinter sich und so sind es “nur” noch 34 lange Tage bis endlich wieder eine Begegnung der Ersten Bundesliga angepfiffen wird. In der Zwischenzeit werden die Entzugserscheinungen danach seinen Verein (NUR DER HSV!) in der heimatlichen Arena oder einem der Stadien der anderen 17 Erstligavereine auflaufen zu sehen, immer größer.

Hier sind meine persönlichen Top 5 von Dingen die ich tue, weil ich unterfussballt, bzw. unterhsvt bin.

NUMMER FÜNF – Auslosung des DFB-Pokals / Bekanntgabe des neuen Spielplans

Beiden Ereignissen wurde heftigst entgegen gefiebert, als stünde der Lostopf in Nyon. Ähnlich heftig rasten dann auch die Tweets aller Fußballbegeisterten durch Twitter. Es ist schön zu wissen, das man nicht die einzige untervögelte unterfußballte Person ist.

Auf meine Idee hin wurde bei meinen Freunden vom Rautenradio vorher noch ein kleines Tip- und Gewinnspiel veranstaltet, bei dem es folgende Fragen zu beantworten galt:

Wen kriegen wir als Gegner im DFB-Pokal?
Haben wir in der neuen Saison zuerst ein Heim- oder Auswärtsspiel und gegen wen geht es?

Die Antwort zur ersten Frage ergab sich am 15.Juni, an dem in der ARD die Auslosung der Begegnungen der Ersten Runde des DfB-Pokals stattfand.

In den letzten Jahren wurden wir eigentlich immer eher in der Schlussphase gezogen, doch diesmal war die Spannung kurz, den bereits die vierte Kugel zeigte die Raute und so wussten wir, das es nach Jena zum SV Schott gehen wird.

Nur sechs Tage später folgte dann das nächste Ereignis, das die zweite Frage beantworten sollte – an Freitag, dem 21. Juni wurde ab 12 Uhr mittels Livestream auf bundesliga.de der Spielplan der Saison 2013/14 bekanntgegeben. Dies führte einen Moment lang zu beunruhigender Stille und Andacht in Deutschland. Arbeit wurde niedergelegt, Fingernägel gekaut, Kinder vernachlässigt, die Kriminalitätsstatistik hat für diesen Augenblick keine Einträge…und dann explodierte Twitter und auch die verschiedenen Fanlager der 18 Erstligisten wurden von Eruptionen des Unmutes oder der Freude heimgesucht als nach und nach die jeweiligen Begegnungen des ersten Spieltages verkündet wurden.

Wir dürfen mal wieder nach Gelsenkirchen (Sonntag, 17.30 Uhr wie mittlerweile feststeht) und haben Hoppeldings als ersten Gast bei uns. Ich freu mich drauf und kann kaum abwarten, daß es endlich wieder los geht. Sind wir bald da?

NUMMER VIER – Tippkick

Der Stream, der uns den neuen Spielplan verkündete, war noch gar nicht richtig verstummt, da konnte man bei kicktipp bereits auf die Spiele der neuen Saison tippen. Da mir die firmeninterne Tipprunde nicht genug war, trat ich auch noch der von Lizas Welt bei.

Angeregt von einem Tweet von kuehles_blondes

habe ich dann kurzerhand selber auch noch einen Kicktipp-Runde für HSVer eingerichtet: http://www.kicktipp.de/bundesligadino/.

Selbstverständlich habe ich dort wo es geht auch bereits die ersten Spieltage getippt,mich auf die Absteiger, sowie den HSV als Herbst- und Deutschen Meister festgelegt.

NUMMER DREI – Stadionführung

Zusammen mit fschmidt77, Geekmaedchen , Herzi und Nedfuller habe ich Anfang Juni ein Führung durch unsere wunderschöne Arena im Volkspark gemacht. Im Preis inbegriffen war außerdem der Eintritt zum HSV-Museum, welches wir alle immer schon mal besuchen wollten.

Außerdem durften wir, da es die spiel- und trainingsfreie Zeit war, uns die Spielerkabine, sowie die Krafträume angucken. Der Höhepunkt war aber wohl den Heiligen Rasen betreten zu dürfen, um einmal selber einen kleinen Eindruck zu bekommen, wie es ist von dort unten auf die Tribüne zu gucken. Die überraschendste Erkenntnis dabei war, das das Spielfeld gar nicht eben, sondern eher gewölbt ist.

Ebenfalls überraschend war die unsagbare Häßlichkeit des Wimpels, den wir vom DFB anläßlich des Pokalgewinns 1987 bekommen haben.

NUMMER ZWEI – Mitgliedschaft in einem OFC

Ich habe schon seit Beginn des Jahres damit geliebäugelt einem OFC (Offizieller Fanclub) des HSV beizutreten. Es stand dabei von Anfang auch fest, das es nur einer sein kann der dafür in Frage kommt. Nach der Auslosung des DFB-Pokals, sowie Bekanntgabe des neuen Spielplans, der mir verriet, das ich eigentlich die ersten drei Auswärtsspiele (Schalke, Berlin, Dortmund) gleich mitnehmen möchte; war der Entschluß dann endgültig und so wurde ich ein Sitzkissenfraktionär!

Die HSV Sitzkissenfraktion Auswärts ist ein überregionaler Fanclub, der im Februar 2012 gegründet wurde und dennoch diese Tage bereits sein einjähriges Dasein als OFC feiern durfte. Die Sitzkissen sind ortsungebunden und möchten vor allem Auswärtsfahrern eine Heimat geben.

Auf Twitter folge ich ihnen und der Vorsitzenden Doreen schon sehr lange und da wir uns, sowie auch ein paar andere Mitglieder, persönlich kennen, kam ein Fremdgehen gar nicht in Frage.

Ich freue mich schon auf die ersten gemeinsamen Auswärtsfahrten und darauf mir noch unbekannte Sitzkissenfraktionäre kennen zu lernen. Die erste Möglichkeit dazu wird sich mir am ersten Augustwochenende bieten, an dem ich gen Nordsachsen fahren werde, um meine Mitfraktionäre bei der 5. Deutschen Matschfussball Meisterschaft anzufeuern. Am Tag darauf geht es dann weiter nach Jena zum oben ausgelosten Gegner.

NUMMER EINS – Träume

Nein, nicht die üblichen Titelträume, die man zu Beginn jeder Saison hat (solange es rechnerisch möglich ist, bin ich immer überzeugt, daß wir Meister werden!), sondern die die Nachts stattfinden, wenn alle Katzen schwarz-weiß-blau sind.

Ich habe jetzt in zwei Nächten hintereinander vom HSV geträumt. Für mich sind das sichere Zeichen, daß es allmählich wieder losgehen muß!

Von Donnerstag auf Freitag betraf es das erste Heimspiel und die Eindrücke die einem im Stadion umgeben. Es war die greifbare Freude und Anspannung darauf, endlich wieder mit all den anderen trikottragend in der Kurve zu stehen, “Hamburg, meine Perle” zu singen und die Namen der Spieler zu rufen. Den Schal schwenken, Bier trinken und der grenzenlose Jubel, wenn der Ball beim Gegner im Netz zappelt. Anschließend dann über die Szenen des Spiels plappernd (manchmal auch lamentierend) zur Litfaßsäule bei Knappis gehen, wo man sich mit weiteren HSVern trifft und noch mehr Bier trinkt. Ich erwachte schwer seufzend und trug diese Bilder den ganzen Tag mit mir rum.

Letzte Nacht dann träumte ich konsequenterweise vom ersten Auswärtsspiel. Warum dies nicht zu erst erfolgte, da wir ja zunächst in die Fremde fahren müssen, erschließt sich mir nicht, mein Unterbewußtsein wird sich aber wohl schon dabei etwas gedacht haben.

Zumindest träumte ich von der Zugfahrt zu unserem Gegner. Den vorbeifliegenden Landschaften, dem Weg zum Stadion im Pulk “Zehntausend Hamburger, schalalalalaa!” singend und das ganze in Begleitung des vor kurzem verstorbenen James Gandolfini, der nach der Begegnung der Mannschaft Autogramme gab.

Ich bin nie über zwei Folgen Sopranos hinausgekommen (ich werde es bei Gelegenheit mal nachholen, das Schauen irgendwelcher Folgen mittendrin ist schließlich grundsätzlich falsch) und auch sonst wüsste ich nicht, das ich viele Filme mit ihm gesehen hätte, deswegen weiß nicht weswegen gerade er es war, der uns begleitet hat. Ich kann auch nicht sagen wie die beiden Partien in meinen Träume ausgegangen sind, denn die und auch die namen- sowie gesichtslosen Gegner spielten keine Rolle.

Es sind, wie beschrieben, die mit diesen Ereignissen einhergehenden Eindrücke die zählen. Das Gefühl von “Heute gewinnen wir” oder “Heute wird das was ganz mieses.”, das man beim Aufwachen am Spieltag hat und das sich mit jeder Minute, die bis zum Gang zum Stadion vergeht, verstärkt oder manchmal auch ganz plötzlich verflüchtigt. Der Geschmack und Geruch von Fußball, den man während der Saison jedem Wochenende entgegenfiebert.

Noch 34 Tage bis zum Eröffnungsspiel der Saison 2013/14.
Noch 36 Tage bis der HSV wieder in das Ligageschehen eingreift.
Noch 29 Tage bis zum ersten Pflichtspiel.

In diesem Sinne: NUR DER HSV!

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Jahresrückblickstöckchen 2012 https://nurdertim.de/?p=10 https://nurdertim.de/?p=10#comments Tue, 01 Jan 2013 13:51:57 +0000 der_tim http://nurdertim.de/usage/nurdertim/?p=10 read more]]> Als bekennender HSVer und seit dieser Saison Dauerkartenbesitzer (nach 20 Jahren endlich mal wieder!) will ich ebenfalls Fazit ziehen. Aus logistischen Gründen findet dies zu Beginn des neuen Jahres statt, aber wer will schon kleinlich sein? ;)

Gestellt wurden die Fragen vom guten Nedfuller, der in unser wunderschönen Arena regelmäßig neben mir steht:

Welches war das beste Spiel deines Vereins?

Mit wirklich guten Spielen war die Mannschaft in 2012 leider sehr geizig. Spielerisch überragend und auch in der Art wie wir den Gegner beherrscht haben war das 3:1 gegen Schalke. Zugegeben, die hatten zu diesem Zeitpunkt eine schwache Phase, dennoch war dieses Ergebnis in der Form nicht zu erwarten.

Positiv erwähnen möchte ich auch das 3:2 gegen den BVB, obwohl hier die Chancenverteilung eindeutig gegen uns spricht.

Welches das schlechteste?

Miese Spiele gab es viele. Sei es die beiden Niederlagen zu Hause gegen Stuttgart oder das 0:1 gegen Nürnberg gleich zu Beginn der neuen Saison. Ich möchte da eigentlich keine weitere Bewertung vornehmen, am erschreckendsten war aber mit Sicherheit das Spiel gegen den Glubb, weil es an die schlimmste Phase der letzten Saison erinnerte und das bei einem nicht minder schlechten Gegner.

Bester Spieler deines Vereins?

Auf das ganze Jahr bezogen muß die Antwort Michael Mancienne heißen; unglaublich wie sich der Junge entwickelt hat! Seine Zweikampfwerte sind gut und vor allem ausgeglichen was Kopf und Boden angeht. Außerdem spielt er sehr fair: er hat diese Saison als Verteidiger nur 1 (!) Gelbe Karte gesehen.

Schlechtester Spieler?

Ich schließe mich Nedfuller an: Gojko Kacar.
Auch wenn er in der Hinrunde verletzungsbedingt ausfiel, so wenig fiel er mir positiv in der Rückrunde der letzten Saison auf. Im Gegenteil: er ließ sich häufig unnötig fallen (ich hasse diese Schauspielerei, vor allem in meinem eigenem Team) und wirkte oft unmotiviert, langsam und teilnahmslos. Ich hatte seine Verpflichtung gut geheißen und wurde maßlos enttäuscht.

Wie war(en) dein(e) Trainer?

Nach langer Durststrecke endlich mal wieder ein Jahr (and still counting) mit nur einem Übungsleiter: Thorsten Fink. Ich gehöre nicht zu denen, die immer noch über den Trainer nörgeln. Mittlerweile ist so etwas wie eine Handschrift zu erkennen und er wusste zu überraschen, als er plötzlich das System auf 4-4-2 umstellte und es wunderbar funktionierte! Ich wünsche mir mehr von diesen Überraschungen, wir dürfen nicht berechenbar sein, und ich wünsche mir, das nicht nur das Team, sondern auch das Trainergespann sich weiterentwickelt.

Hat dein Verein sich in diesem Jahr verbessert oder verschlechtert?

Wenn man sieht wo wir letzte Saison standen und wie wir dabei aufgetreten sind, so hat in Lauf diesen Jahres, sprich der Hinrunde der neuen Saison definitiv eine Verbesserung stattgefunden. Es ist noch nicht alles Gold was glänzt, aber es wurde eine gute Basis geschaffen. Daraufhin müssen wir weiter aufbauen.

Wie zufrieden bist du mit der Jugendarbeit in diesem Jahr?

Die kann ich kaum bewerten. Es ist aber bezeichnend, das Lam so ziemlich der einzige Spieler aus dem Nachwuchsbereich ist, der ab und zu mal zum Einsatz kam. Aber nachdem was Nedfuller so berichtet, drängt sich auch nicht wirklich jemand aus unserer zweiten Mannschaft auf. Schade!

Wie oft warst du im Stadion?

In der neuen Saison habe ich nur ein Spiel aufgrund der Weihnachtsfeier der Firma verpasst, in der Rückrunde der alten Saison habe ich wohl knapp die Hälfte der Heimspiele gesehen.

Warst du auswärts unterwegs?

Mein erstes Auswärtsspiel: Das 0:3 in Leverkusen. 2013 sollen und werden weitere Auswärtsspiele folgen!

Was war dein bewegenster Moment?

Die Verabschiedung von Jaro (DAVID JAROLIM! SCHALALALALAAA!) und auch Mladen Petric, sowie natürlich die Geburtstagschoreo beim Heimspiel gegen Hannover. Ersteres mit vielen Tränen und zweiteres mit sehr viel Gänsehaut.

Es steht euch frei, das Stöckchen aufzugreifen oder einfach in den Kommentaren zu antworten.

Auf 2013 und NUR DER HSV!

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