nurderTim » nsfw https://nurdertim.de Fri, 01 Nov 2013 09:20:40 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v= Tims Top 5 – Folge Eins (Achtung: NSFW) https://nurdertim.de/?p=512 https://nurdertim.de/?p=512#comments Mon, 01 Apr 2013 15:28:26 +0000 der_tim https://nurdertim.de/?p=512 read more]]> Ich liebe Top XY-Listen. Daher habe ich mich entschlossen mehr oder weniger regelmäßig selber so eine Reihe bei mir zu führen. Selbstverständlich sind diese Listen rein subjektiv und sollen allein der Unterhaltung dienen. Es ist jeder herzlichst aufgerufen, seine eigene Top-Liste zum aktuellen Thema in den Kommentaren zu posten.

Beginnen will ich mit einer Liste von Liedern deren Texte man als NSFW (Not safe for work) einstufen muß. Ihr solltet euch also genau überlegen, ob ihr die Videos unten im Büro abspielen wollt.

Es gibt meiner Meinung nach in der deutschen Sprache wohl nur wenig Wörter, die so lustig sind wie das Wort PENIS. Von daher soll meine erste Top-Liste von meinen persönlichen Top 5 Liedern über das männliche Genital handeln:

NUMMER 5 – Blumenkohl am Pillemann von Die Kassierer

Die Texte der Kassierer drehen sich hauptsächlich um Sex und Alkoholkonsum. Aufgrund dessen wurde mehrfach versucht ihre Alben als pornografisch und jugendverrohend zu denunzieren um sie indizieren zu können. Doch alle Anträge wurden vor Gericht abgelehnt und die satirische Form der Texte und ihre Musik als Kunst klassifiziert. Genau wie Die Ärzte, die ihre Herkunft als “aus Berlin” betonen, legen Die Kassierer sehr viel wert darauf, daß sie aus Wattenscheid kommen.

Blumenkohl am Pillemann behandelt das Thema Geschlechtskrankheiten:


YouTubeDirektBlumenkohl

NUMMER 4 – Dick of Death von Pansy Division

Pansy Division ist eine Pop-Punkband aus Kalifornien, die dem Queercore zu zuordnen ist, einer Bewegung aus dem Punk und Hardcore in dem sich Bands befinden, die über homosexuelle (und LGBT) Themen singen, um die Homophobie in der Szene anprangern, zu bekämpfen und generell auf LGBT-Themen aufmerksam zu machen. Pansy Division selbst besteht zum Größtenteil aus homosexuellen Mitgliedern, die Texte sind fast durchweg humoristisch-satirisch und auch selbstironisch.

Dick of Death handelt von einer Begegnung mit einem Mann der einen besonders großen Penis hat:


YouTubeDirektTodesSchwanz

NUMMER 3 Dear Penis von Rodney Carrington

Was passiert wenn Mann und Geschlechtsorgan sich von einander entfremden besingt der amerikanische Comedian und Musiker Rodney Carrington in einem musikalischen Lied an seinen Penis, der ebenfalls zu Wort kommt:


YouTubeDirektBrief

NUMMER 2 – Penis Song von Eric Idle

Die ultimative Ode an das Gemächt, inklusiver vieler (englischer) Synonyme und Anwendungsmöglichkeiten, aber auch -verbote, vorgetragen vom wunderbaren Eric Idle. Ausschnitt aus Monty Python’s Meaning of Life (dt. Titel: Sinn des Lebens):


YouTubeDirektEricIdle

NUMMER 1 – Detachable Penis von King Missile

Die Musik von King Missile ist schwer zu beschreiben und ist wohl ehesten im Bereich des Avantgarde einzuordnen. In Detachable Penis geht es um die Vor- und Nachteile, die ein abnehmbarer Penis so mit sich bringt. Absurd, lustig und auch ein kleines bißchen unheimlich, aber mit einer wunderbar stoischen Lakonie vorgetragen bringt dieses Lied mich immer wieder zum Schmunzeln.

Meine absolute Nummer Eins wenn es um Lieder über Penisse geht:


YouTubeDirektAbnehmbarerPenis

Lieder die es aus verschiedenen Gründen nicht in die Top 5 geschafft haben: Das Ding zwischen den Beinen von Joint Venture, Mein Sack von Eure Mütter, Grosses Glied von Die Kassierer, I’ve got a boner for Christmas von Nerf Herder.

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Tim guckt: Spanish Trash Film Triple Feature https://nurdertim.de/?p=267 https://nurdertim.de/?p=267#comments Fri, 01 Feb 2013 13:37:10 +0000 der_tim https://nurdertim.de/?p=267 read more]]> Achtung: dieser Artikel enthält u.a. Begriffe der männlichen Anatomie, die nicht in einem medizinischen Kontext stehen und damit in die Kategorie NSFW fallen. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Mir ist letztens ein Flyer für das b-movie in Hamburg in die Hände gefallen, der eine Beschreibung für eine geplante Kinonacht enthielt, bei der der erste Halbsatz der Beschreibung des Filmes Attack of the Mutant Dick from Outer Space mich bereits dermaßen vor Lachen beömmeln ließ, das der Zusatz, das der Film in 3D-Penisvision gezeigt werden würde, gar nicht mehr nötig war, um mich davon zu überzeugen, das ich mir das unbedingt angucken musste:

“Der unter Weltraumnazis angesehene Dr. Dickinson wird beim onanieren im Versuchslabor von radioaktiven Gammastrahlen erwischt…”

Also habe ich mir und meinen Begleitern kurzerhand drei Karten reserviert und machte mich dann samstag abend auf den Weg in die Brigittenstraße. Es war meiner erster Besuch im b-movie, des kleiner Vorraum bereits ziemlichgut gefüllt war. Daher war ich froh das ich reserviert hatte. Der Kartenpreis lag bei 3,50 bis 6 €. Ich entschied mich dem kleinen Kino etwas zu spenden und bezahlte freiwillig 5€ pro Stück.

Beim Betreten des Vorführraumes entpuppte sich das b-movie als ein wahres Puschenkino mit 70er Jahre Charme, was noch durch alte Dias mit Uralt-Werbung auf der Leinwand unterstützt wurde.

Ursprünglich war zu Beginn eine kleine Einführung durch den spanischen Regisseur des Filmguts auf das wir warteten geplant. Aber, es wurde uns mitgeteilt, daß Dani Moreno leider kurzfristig absagen musste, da man ihm in Spanien vor zwei Tagen die Wohnung unter dem Hintern weg gekündigt hatte. Er hatte dennoch eine kleine Grußbotschaft hinterlassen, die gleich zu Beginn abgespielt wurde.

Im Großen und Ganzen sollten wir drei Kurzfilme zu sehen bekommen, die von verschiedenen Videos eingerahmt wurden: zum einen ein paar Musikvideos, die Dani Moreno gedreht hatte, sowie einem Trailer für einen Film, den er noch drehen wolle, als auch zwei Werbeclips, die im spanischen Fernsehen zu sehen waren.

Die Musikvideos waren für die Punkbands The Lizards, Motorzombies und Ejaculacion Postmortem (großartiger Bandname!) und die beiden Werbeclips für eine Chipsmarke und (ein wenig ironisch, wie ich finde) für einen Immobilienmakler.

Doch kommen wir zu den Filmen. Der erste hieß Martians go home! (Martians Go Home! La venganza de Sara Clockwork) und war eine fantastische Hommage an die Horrorfilme der 50er und 80er Jahre, mit vielen Anspielungen an das Genre:

Es gab einst eine berühmte Thereminspielerin namens Sara Clockwork, die nach einem ihrer Auftritte plötzlich verschwand. Der Teenager Franky ist davon überzeigt das sie mit ihrem Theremin Marsianer gerufen hat, die sie mitgenommen haben, damit sie für sie spielt. Er hat sein eigenes Theremin gebaut und glaubt mit ihr kommunizieren zu können in dem er darauf spielt. Er entdeckt, das Marsianer bereits in der Nachbarschaft leben und die Körper der Anwohner als Hülle übernommen haben. Zufällig findet er heraus, das bestimmte auf dem Theremin gespielete Melodien ihre Köpfe zum Platzen bringen. Die große Marsianerhatz kann beginnen…

Martians go home! hatte einen überzeugenden 80er Jahre Look mit vielen handgemachten Spezialeffekten und einem Theremin als Waffe gegen die Invasoren vom Mars. Ein herrlicher Spaß, der sich seinem Trashfaktor immer bewußt ist.

Der zweite Film war deutlich moderner in seiner Machart. Er bot viel digitale Hintergründe und wirkte fast wie ein animierter Comic, was mit Sicherheit Absicht war. Amazing Mask (Amazing Unmasked vs. El Doctor Calavera Maligna), so der Titel des Filmes, handelt vom Wrestler Amazing Mask der nebenberuflich mit seinem Sidekick Little Boy als Superheld das Verbrechen bekämpft.

Die Story ist schnell erzählt: die Verbrecher von Capital City haben die Schnauze voll und wollen Amazing Mask demaskieren. Sugar Brown überzeugt den Überbösewicht Dr.Cavalera, das sie Amazing Mask mit ihren Voodoo-Kräften verführen kann. Dr.Cavalera willigt ein, nicht ahnend das Sugar Brown auch noch ganz eigene Pläne hat…

Der Film war witzig, hat seine Geschichte stringend und konsequent zu Ende erzählt, nebenbei die Motivation des Protagonisten Gutes tun zu wollen erläutert und sah dabei für das geringe Budget, das er gehabt haben muß, echt gut aus. Als nach sehr kurzweiligen 24min der Abspann lief, dachte ich sofort daran, das ich nichts dagegen hätte, wenn es noch mehr Abenteuer von Amazing Mask zu sehen gebe.

Und siehe da: eine kurze Recherche auf imdb hat ergeben, das es eine kleine TV-Serie mit den beiden Superhelden gibt.

Amazing Mask und Little Boy waren übrigens auch die Stars der oben erwähnten Werbung für Kartoffelchips.

Abschließend lief dann der vermeintlich Höhepunkt (pun not intended): Attack of the Mutant Dick from Outer Space (El Ataque del Pene Mutante del Espacio) in 3D-Penisvision. Da ich es selber kaum besser zusammenfassen kann als die Belegschaft des b-movies, will ich euch an dieser Stelle nicht den ganzen Satz des oben bereits angefangenen Textes vorenthalten:

Der unter Weltraumnazis angesehene Dr. Dickinson wird beim onanieren im Versuchslabor von radioaktiven Gammastrahlen erwischt und verwandelt sich in einen allesvernichtenden Riesenpenis.

Dieses Versuchslabor befindet sich in einem wunderbar phallischen Raumschiff im Weltall. Nachdem Doktor Dickinson in seiner neuen Gestalt seinen beiden Wissenschaftskollegen (darunter Franz Sparkasse aus Hamburg!) an Bord des Raumschiffes den Garaus gemacht hat und dieses wieder auf der Erde landet, bleibt es Aufgabe des Militärs herauszufinden, was mit der Besatzung geschehen ist und wie man der neuen Bedrohung aus dem All Einhalt gebieten kann.

Mehr muß man eigentlich gar nicht wissen. Dieser Film ist zwar ebenfalls ein Riesenspaß, doch leider ist das 3D eher störend und sieht nicht besonders gut aus. Natürlich soll es nur ein Gimmick darstellen und steht wie der Film in der Tradition der 50er-Jahre-Horror-aus-dem-Weltallfilme, aber das ständige auf und absetzen der Brille nervt schon ein wenig.

Ganz zum Schluß gab es nochmal zwei Musikvideos, die beide leider fast identisch von ihrer Machart waren und deren Musik (Metal der Kategorie gääähn) mich auch nicht besonders begeistern konnte.

Fazit: Auch wenn ich, wie wahrscheinlich die meisten Anwesenden, wegen des Mutantendödels das b-movie aufgesucht habe, so war doch Amazing Mask der Film für den sich aus meiner Sicht der Besuch am meisten gelohnt hat. Alle Filme waren in Spanisch mit Englischen Untertiteln, deren Qualität sehr schwankend war. Man merkte, das sie nicht von einem Muttersprachler geschrieben waren, aber es war dennoch alles verständlich. Es war ein herrlich kurzweiliger Abend, der mein kleines geekiges Herz sehr glücklich gemacht hat. Ich hatte dann noch Glück und habe für 10€ die letzte DVD mit den Filmen des Abends ergattern können.

Wer mehr über die Filme und seinem Macher erfahren will, der folge diesem Link: http://www.chaparraentertainment.com/

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